Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig - copyrigth 2017

Glashütte

Die Zeittafel der Glashüttenindustrie in Neustadt am Rennsteig

1698
• Am 27. Mai genehmigte Herzog Ernst von Sachsen-Hildburghausen, daß die Glasmeister Nicol Schmidt und Georg Heinz „am Berge Neustadt im Amt Eisfeld“ eine Glashütte im Forst Unter-Neubrunn, zwischen dem Erla-Fleck und dem Breitenbrunn auf ihre Kosten errichten können.

1700
• Hütte kam gut in Gang

1708
• Die Herstellung von Tafelglas stockt. Ein besonderer Ofen fehlt, auch die finanziellen Mittel fehlen. Ein Christoph Jodry aus Nürnberg hilft mit seinen Leuten. Es wird ein Streckofen in Neustadt eingerichtet, indem weißes und grünes Tafelglas hergestellt wird.

1715
• Johann Kaspar Kühnert aus Frauenwald erwarb ein Hüttenviertel. Die Straßenbezeichnung „Kühnerseck“ erinnert heute noch daran.

1717
• Hütte vom Wind niedergerissen

1722
• Hütte brannte ab.
• Neubau unter dem „Breiten Brunn“ am Suckenbach.

1734
• Am 13. August wurde in einer Zusatzkonzession die Erlaubniss zum Bau 4 weiteren Häusern und einer Winterhütte am alten Hüttenplatz genehmigt.

1763
• Erster Neustädter Glashändler

1774 - 1780
• Der Fiskus stellte eine nicht unbedeutende Restforderung an Steuern und Holz auf, die nicht bezahlt werden konnten.
• Auch das Holz nahm ab, die Wälder waren verhauen.

1791
• Erneut ein Hüttenbrand, aber wieder aufgebaut.

1810
• Am 2. Dezember gab Herzog Friedrich eine neue Hüttenordnung heraus.

1817
• Die Hütte wurde vom Sturm niedergerissen.


1818
• Hütte neu aufgebaut, ging jedoch nicht wieder in Betrieb.

1830 - 1831
• Die erneuten Versuche die Hütte wieder in Gang zu bringen blieben erfolglos.

1848
• Am 13. Oktober erneuter vergeblicher Versuch mit einer Bittschrift an den Herzog.

1851
• Es wird amtlich festgestellt, daß die Neustädter Hütte „schon lange“ nicht mehr im Betrieb sei und das die alten Fabrikgebäude eingegangen sind.

1864 - 1865
• Verkauf der Hüttenkonzession für einen geringen Preis.

1880
• Auf der meininger Seite (heute Hüttenstraße) baute Bulle eine Glashütte.

1905
• Der Glasmeister Otto Wiegand beginnt mit dem Bau einer Hütte auf der ehemaligen schwarzburger Seite.

1906
• Im Januar wird diese Glashütte in Betrieb genommen. Geburtsstunde der Firma „Wiegand & Schmidt“.
• Harter Konkurrenzkampf zwischen beiden Glashütten.

1928
• Wegen zu hoher Transportkosten legt Bulle seine Hütte still.

1937
• Otto Wiegand beginnt mit dem Bau einer neuen und modernen Glashütte am Bahnhof Neustadt-Gillersdorf. Der Seniorchef leitet in Zusammenarbeit mit seinen Sohn Werner spezifische Strecken der Bautätigkeit.

1939
• Anblasen der 1. Wanne - verändertes technisches Niveau.
• Herstellung brauner Bierflaschen mit den neuen Roirant-Glas-Automaten mit automatischer Glaszuführung.
• Langwierige Experimente ermöglichen Einfärbung von braunem Glas bei Wegfall kostenintensiver Chemikalien.

1941
• Die Glasproduktion ruht - ein Rüstungsbetrieb hält Einzug.

1945
• Neustädter Arbeiter begannen wieder mit dem Hüttenbetrieb an der „Hohen Tanne“.
• Die Höhe der Produktion ist von der Menge der recht spärlichen Kohlezufuhr abhängig.
• Herstellung von Bier- und Limonadenflaschen.

1946
• Die Firma Wiegand besteht 40 Jahre, es wird das Lebenswerk des Gründers Otto Wiegand gewürdigt.

1949
• Die Familie Wiegand siedelt nach Steinbach am Wald um.
• Dem Prokuristen W. Küfner werden notwendige Vollmachten zur Verwaltung der Glashütte übertragen.
• Er unterliegt, trotz überzeugender Argumente, den Intrigen der Treuhandschaft (VVB-Westglas).

1950
• Die Glashütte wird in Volkseigentum überführt.
• Als VEB Glaswerk arbeiteten die Werke Neustadt-Gillersdorf und Gießübel zusammen.

1954
• Zusammenlegung der Werke Großbreitenbach, Neustadt-Gillersdorf und Masserbrück zur Verwaltungsvereinfachung.

1990
• Die Glashütte „Hohe Tanne“ stellt im Oktober seinen Betrieb ein.

 

 
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